Das Ende von spickmich

ist für mich jetzt gekommen – ich habe das Portal im Mai zufällig entdeckt, unsere Schule war damals nicht bewertet. Mittlerweile hab ich viele Blogs, Zeitungsartikel und Arbeiten darüber gelesen und überlegt, wie ich das Thema in der Schule einmal ansprechen kann. Ich hab dann einfach letzte Woche die Problematik als Unterrichtsthema für die Erörterung gewählt: „Sollen Schüler ihre Lehrkräfte in Internetforen öffentlich bewerten?“. Die meisten Schüler kannten spickmich gar nicht – das war der komische Lerneffekt bei der Sache (nicht beabsichtigt, sorry). Wir haben brav die Erörterung ausgearbeitet, Podcasts gehört, diskutiert und eine Musterlösung erarbeitet. Am Schluss der Sequenz habe ich dann einfach die spickmich-Kriterien den Schülern gegeben und sie dürften mich – analog – bewerten. Bei der Auswertung war es so, dass die eine Klasse mich mit 2,7 bewertete, die andere mit 1,6 (55 ausgefüllte Bögen). Beim Durchlesen war es für mich wirklich nicht hilfreich, daraus ein persönliches Feedback zu ziehen: Der eine bewertete mich mit „beliebt“ 1, der nächste Bogen war eine 6. Der eine Bogen durchweg nur 1-2, der andere durchweg 5-6. Sorry, daraus werde ich nur soweit schlau, als dass mich manche mögen, manche eben nicht. Manche den Unterricht sehr gut finden, für andere bin ich der Leibhaftige persönlich. Wäre ich ja nie draufgekommen.

Und echte Kriterien, wo ich meinen Unterricht verbessern kann, kann ich beim besten Willen nicht herauslesen. Da gibt es bessere Instrumente – der einfachste Weg ist der Versuch mit den Schülern ins Gespräch zu kommen. Hellhörig wurden die Schüler aber bei meinem Hinweis, dass im Moment studiVZ die Daten weiterverkauft (Im Web 2.0-Zeitalter sind personalisierte User-Daten eine Goldgrube) – warum sollte das mit spickmich nicht auch passieren? Die smarten Betreiber haben sicher nicht nur den philanthropischen Ansatz im Auge, um Deutschlands Schullandschaft zu verändern. Sind es wirklich schon 400.000 Schüler, die dort registriert sind?

So, Erörterung abgeschlossen. Nächstes Thema, bitte.

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