Die jungen Kolleginnen

Es klingt etwas blöd, aber so stelle ich die Referendarinnen immer vor Eltern oder Schülern vor. Also sie sind ja noch in der Ausbildung, auf der anderen Seite möchte ich sie nicht abwerten mit evtl. doppeldeutigen Titeln…soll ja alles schon vorgekommen sein.

Die Eltern waren beim Elternabend schon verunsichert, ob der häufige Wechsel und die Unerfahrenheit nicht ihre Kinder benachteiligt. Ich habe versucht, dies mit den bekannten Argumenten zu entkräften, vor allem aber, dass durch „die jungen Kolleginnen“ viel weniger Unterricht ausfällt. Er ist auch besser vorbereitet und nicht aus Arbeitsroutinen heraus entstanden (Nicht missverstehen, bitte). Ferner habe ich ja letztlich die Verantwortung, also geht keine Ex oder Schulaufgabe oder Arbeitsblatt raus, ohne dass ich vorher gesehen habe. Vorausgesetzt, der Referendar hält sich dran (meist so bei Arbeitsblättern, tödlich aber bei schriftl. Tests).

So sitze ich jetzt und korrigiere die Schularbeiten der Refis nach, bevor wir diese am Montag herausgeben. Nützlich ist dabei „wie immer“ Moodle – wir tauschen die Aufsatzbemerkungen über das Forum aus, eine Excel reichen wir rum und füllen Zelle für Zelle die Teilnoten aus. So habe ich auch immer schön geordnet nach Antwortthread den Überblick, wer was getan/korrigiert/bewertet hat. Aber – am Ende steht wie immer der Rotstift, traditionell.

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3 Responses to “Die jungen Kolleginnen”


  1. 1 scheppler Donnerstag,6 November, 2008 um 15:40

    Ich bin beeindruckt. Ist solche Arbeits- und Lernweise mit den Referendaren an Ihrem Seminar Standard? Oder handelt es sich um die engagierte Einzelleistung eines Ausbilders?
    Ich frage mich dies, da mein Referendariat etwas anders aussieht…

  2. 2 rip Donnerstag,6 November, 2008 um 15:52

    Soll ich dir mal was verraten? Bei dir wäre ich auch gern Referendar gewesen. Im Ernst. 🙂

  3. 3 markusmaerkl Donnerstag,6 November, 2008 um 16:46

    @rip: Zuviel der Ehre, ich habe auch viel von dir lernen dürfen! Unvergesslich die Aufführungen an der DJDS! Ansonsten muss ich zugeben, fühle ich mich wie auf der Rudergaleere, aber eher als Sklave. Es ist verdammt viel Zeit, die draufgeht – das hätte ich mir so heftig nicht vorgestellt.
    @scheppler: Leider habe ich an meiner eigenen Schule keine Gleichgesinnten gefunden, obwohl ich ein eigenes Moodle über die ALP Dillingen administriere mit allem möglichen Serverschnickschnack. Die Vernetzung mit Seminarkollegen in Bayern über Moodle läuft auch nicht so toll. Es sind sicher mehrere Gründe – Arbeitsbelastung, Unsicherheit mit dem LMS und das Einzelkämpfertum. Aber es gibt auch Initiativen, die Hoffnung machen (digitale-schule-bayern etwa u.a.)


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