Nachkorrektur: Coypright

Wie heute der Bildungsklicker tickert, ist das Fotokopieren an Schulen auf eine veränderte rechtliche Grundlage gestellt worden. Ich weiß nicht genau, wie viele Kollegen überhaupt was von den Änderungen zum 1.8.2008 aufgeschnappt haben, geschweige  denn sich eingelesen haben…

Auf jeden Fall liest es sich so, dass man ein paar Seiten mehr kopieren darf als bisher. Kopierer sollten eine eingebaute Prozentfunktion besitzten, es sind max. 12% eines urheberrechtlich geschützten Werkes – dann schaltet er ab und eine freundliche Frauenstimme aus dem Kopierer spricht: „Guten Morgen, Sie haben Ihr Kopierkontingent überschritten. “ Das ist aber noch in der Entwicklung.

Irgendwie wurmt es mich in diesen Zusammenhang, dass manche Verlage im Lehrbuch kaum noch Aufgaben drin haben – sondern ein Materialband zum Kopieren einlädt. Mit der Konsequenz, dass die Kopienanzahl sprunghaft ansteigt. Auch wenn dies rechtlich zulässig ist, ob dies zum sparsamen Umgang anhält bezweifle ich.

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1 Response to “Nachkorrektur: Coypright”


  1. 1 Frank Mackay Samstag,29 November, 2008 um 10:43

    Zum Thema gibts jetzt aktuelle Hinweise vom Kultusministerium Hessen:

    „Kopiert werden dürfen an Schulen
    1. bis zu 12 % eines jeden urheberrechtlich geschützten Werkes, jedoch höchstens 20 Seiten.

    Dies gilt insbesondere auch für Schulbücher und Arbeitshefte.
    2. soweit es sich nicht um Schulbücher oder sonstige Unterrichtsmaterialien handelt, ausnahmsweise
    sogar ganze Werke, wenn diese nur von geringem Umfang sind und zwar
    • Musikeditionen mit maximal 6 Seiten
    • sonstige Druckwerke (außer Schulbüchern oder Unterrichtsmaterialien) mit maximal
    25 Seiten sowie
    • Bilder, Fotos und sonstige Abbildungen.
    Somit kann z.B. ein fünfseitiger Zeitschriftenartikel oder ein 20-seitiger Comic komplett kopiert
    werden. Aus einem 20-seitigen-Arbeitsheft, das als Ergänzungs- oder Übungsmaterial (Workbook,
    Cahier d´activités, Grammatisches Beiheft etc.) zu einem Lehrwerk gehört, können dagegen
    nur knapp 2,5 Seiten vervielfältigt werden, da dies zu den Unterrichtsmaterialien zählt.

    In der neuen Regelung ist auch klargestellt, dass aus jedem Werk pro Schuljahr und Klasse nur einmal im vereinbarten Umfang kopiert werden kann. Zudem dürfen nur analoge Kopien angefertigt
    werden. Die digitale Speicherung und ein digitales Verteilen von Kopien (z.B. per Mail) ist schon von Gesetzes wegen nicht gestattet.“

    http://download.bildung.hessen.de/service/recht/Fotokopien_an_alle_Schulen_-_November_2008.pdf


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