Mahara als Projektschulaufgabe

In den letzten Wochen war es mal wieder soweit: Eine Deutsch-Schulaufgabe habe ich ersetzt durch ein bewertetes Projekt. Wir probieren an der Schule den Sonderfall aus – eine Projekt-Präsentation. Schwerpunkt liegt dabei auf der mündlichen Darstellung eines Lerninhaltes. Dieses Jahr habe ich die Schüler innovative Firmen der Region auswählen lassen. Die Gruppen haben die Betriebe dann eigenständig erkundet und fassen die ERgebnisse in einen kleinen Vortrag zusammen. Präsentiert wird extern – in einem schicken Repräsentationsgebäude einer dieser Firmen (Innovision Center).

Der spannendere Teil diesmal war für mich die Einzelarbeit, eine Projektmappe. In diesem Jahr wollte ich alles digital haben, kein Papier, kein Mindmap, kein Klarsichtfoliengeziehe beim Korrigieren.

Ich habe auf Mahara als E-Portfolio-System gesetzt. Kennen gelernt habe ich es vor zwei Jahren über Heinz Krettek und Siegline Jakob-Kühn, beide beteiligt am Mosep-Projekt. Die Portfoliomethode ist ja kein gerade einfaches Unterfangen, vor allem wenn keine Systematik aufgebaut wurde über die Jahre. So knall auf Fall das von den Schülern (überwiegend Jungs Klasse 9…) zu verlangen, könnte schwierig werden. Deshalb habe ich mir von Mahara einen Motivationsschub erhofft. Um es gleich vornweg zu sagen, der blieb aus. Es gab auch Durststrecken bei der Installation -Probleme mit den PHP´s, Upload der Bilder, Config der Blogsysteme. Dank Unterstützung meines Mahara-Admins haben wir das gelöst – Danke Uli Weber! Viel Gemotze von Schülerseite, ich glaube auch viele Kollegen waren skeptisch – Projekten gegenüber sowieso, Mahara sagte den meisten eh gar nix.

Unterm Strich – trotzdem hat es sich gelohnt. Das Begutachten der Ansichten (Drei mussten alle gleich anlegen – Traumjob+Erörterung, Bericht über das Betriebspraktikum, Lerntagebuch mit einem Mindesmaß an Einträgen) hat mir wirklich Spaß gemacht. Es sind richtige „Best-practice“-Beispiele entstanden. Viele Schüler, die weniger als Mittelmaß sonst haben, erreichten gute Leistungen. Schattenseiten gabs bei soviel Licht auch, das will ich nicht verschweigen. Ich bin gespannt auf die Endauswertung, wenn alle Noten des Projektes gemacht sind und die Endnote verkündet wird – ob Mahara dann doch noch ein paar Freunde gewinnt. Mich hat es überzeugt – nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten lief es rund, die Schüler konnten es ohne große Anleitung bedienen. Hier der Korrekturbogen: Bewertung_Projektschulaufgabe_9a.

Ach ja, eine Schnittstelle zu Moodle „Mahoodle“ gibts auch

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1 Response to “Mahara als Projektschulaufgabe”


  1. 1 Stephan Dienstag,19 Mai, 2009 um 5:56

    Prima Idee, wenn Deine Schüler es erlauben, würde ich mir gerne einmal eine Arbeit ansehen.
    Die Arbeit mit Mahara ist für die Schüler nicht einfach, für den Systembetreuer noch viel weniger. Im Grunde ist die Betreuung ohne Hilfe von Außen für den Otto-Normal-Lehrer gar nicht zu bewerkstelligen, so dass man z.B. auf Angebote von Dillingen zurück greifen muss. Dort stehen dann aber nur 10MB an Speicherplatz zur Verfügung, so dass der Verwendung von selbstproduzierten Mulitmediainhalten eine deutliche Grenze gesetzt wird. Schade. Vielleicht könnte man mit dem Einsatz von Weblogs ähnliches erreichen.


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